INTERACT 2026.1: Die immersive Simulation natürlicher, zugänglicher und einfacher bereitzustellen machen
- 14. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 27. Apr.
Mit INTERACT 2026.1 haben wir uns auf ein einfaches, aber ambitioniertes Ziel konzentriert: die immersive Simulation nicht nur leistungsstark zu machen, sondern sie tatsächlich im industriellen Arbeitsalltag nutzbar zu machen.
In den letzten Monaten war das Feedback unserer Nutzer eindeutig. VR ist ein leistungsfähiges Werkzeug für Validierung, Schulung und Zusammenarbeit, bringt jedoch noch Reibungspunkte mit sich: Die Navigation kann unangenehm sein, die Interaktionen sind fragmentiert und die Bereitstellung in realen IT-Umgebungen ist manchmal komplex.
Diese neue Version begegnet diesen Herausforderungen direkt.
Die Navigation in der virtuellen Realität neu denken
Die Navigation steht im Zentrum jeder immersiven Erfahrung. Wenn die Bewegung in einer virtuellen Umgebung weder intuitiv noch komfortabel ist, tritt alles andere in den Hintergrund.
In INTERACT 2026.1 wurde das gesamte Fortbewegungssystem neu gestaltet. Nutzer können sich nun auf natürliche Weise über drei komplementäre Modi bewegen: Gehen für präzise Bewegungen, Fliegen für großräumige Distanzen und Teleportation für sofortige Positionswechsel.
Doch über diese Modi hinaus liegt die eigentliche Veränderung in der Art und Weise, wie Nutzer innerhalb eines Workflows navigieren.
Wir haben sogenannte „Teleport-Ankerpunkte“ eingeführt, mit denen Nutzer wichtige Blickpunkte direkt in der Szene definieren können. Anstatt sich jedes Mal manuell zu bewegen, können sie sofort zwischen relevanten Positionen wechseln – etwa einer Montagearbeitsstation, einem Bedienpanel oder einem kritischen Inspektionspunkt. Dies verändert grundlegend die Art und Weise, wie Nutzer Simulationen erleben.

Parallel dazu haben wir intensiv am Komfort gearbeitet. Schnelle Bewegungen passen nun automatisch das Sichtfeld an, um Motion Sickness zu reduzieren. Visuelle Indikatoren liefern kontinuierliches Feedback über Richtung und Geschwindigkeit, während haptisches Feedback die räumliche Wahrnehmung verstärkt.
Das Ergebnis ist einfach, aber entscheidend: Nutzer können länger in der virtuellen Realität bleiben, mit weniger Ermüdung, und sich stärker auf ihre Aufgabe konzentrieren.
Ein einheitliches Interaktionsmodell: Controller und Hand-Tracking endlich vereint
Ein einzigartiges Interaktionsmodell: Controller und Hand-Tracking endlich vereint
Eine weitere zentrale Einschränkung der heutigen VR ist die Fragmentierung der Interaktionsmodi.
Die meisten Systeme zwingen Nutzer dazu, sich zwischen Controllern (präzise, aber weniger natürlich) und Hand-Tracking (intuitiv, aber teils eingeschränkt) zu entscheiden. Der Wechsel zwischen beiden Modi innerhalb von INTERACT erforderte bislang Anpassungen an Konfigurationen oder Workflows.
Mit INTERACT 2026.1 haben wir uns entschieden, diese Einschränkung vollständig aufzuheben.
Nutzer können nun innerhalb derselben Sitzung nahtlos zwischen Controllern und Hand-Tracking wechseln – ohne jegliche Konfigurationsänderung. Ein einziges Benutzerprofil verwaltet beide Interaktionsmodi dynamisch.
Dies erforderte weit mehr als bloße Kompatibilität: Wir haben die gesamte Interaktionsschicht neu konzipiert.
Das neue handbasierte VR-Menü steht im Zentrum dieser Erfahrung. Es ermöglicht den direkten Zugriff auf VR-Tools und Navigationsmodi, ohne die Immersion zu verlassen. Noch wichtiger: Sein Verhalten bleibt konsistent, unabhängig vom verwendeten Interaktionsmodus.
Mit Controllern können Nutzer präzise auf Elemente zeigen und Aktionen auslösen. Mit Hand-Tracking können sie die Benutzeroberfläche direkt berühren und Elemente intuitiv manipulieren.


Die Werkzeuge selbst wurden angepasst, um diese beiden Interaktionsstile zu unterstützen. Ob es darum geht, Objekte zu greifen, zu messen oder mit ihnen zu interagieren – das Verhalten bleibt konsistent und vorhersehbar.
Bereitstellung vereinfachen: Hindernisse bei der Einführung beseitigen
Über die Benutzererfahrung hinaus bleibt eine der größten Herausforderungen in industriellen Umgebungen die Bereitstellung.
INTERACT basiert auf einer hochpräzisen physikalischen Simulation, die von der XDE-Engine betrieben wird. Bislang erforderte die Ausführung der Simulationen häufig den Start eines separaten physischen Servers, was in bestimmten IT-Umgebungen zusätzliche Komplexität mit sich bringen konnte.
Mit Version 2026.1 kann die XDE-Physik-Engine nun direkt in Unity ausgeführt werden (Embedded-Modus).
Diese Entwicklung mag technisch erscheinen, hat jedoch sehr konkrete Auswirkungen: Viele typische Probleme im Zusammenhang mit Firewalls, Berechtigungen oder Netzwerkkonfigurationen entfallen.
Für IT-Teams bedeutet das weniger Einschränkungen. Für Endnutzer führt es zu einem schnelleren Zugang zur Simulation.
Gleichzeitig bleiben erweiterte Konfigurationen (wie verteilte Simulationen oder Multi-User-Umgebungen) weiterhin vollständig unterstützt, wenn sie benötigt werden.
Kontinuierliche Verbesserungen auf der gesamten Plattform
Neben diesen größeren Weiterentwicklungen integriert INTERACT 2026.1 eine Vielzahl an Verbesserungen, die zu einer insgesamt flüssigeren Benutzererfahrung beitragen.
Die menschliche Simulation wurde verbessert, mit präziserem Gelenkverhalten für eingebettete Ergonomie oder gesteuerte Mannequins.
Die Navigation kann nun durch einstellbare Geschwindigkeits- und Beschleunigungsparameter feiner angepasst werden, während die Intensität des haptischen Feedbacks an die individuellen Präferenzen jedes Nutzers angepasst werden kann.
Auf der Ergonomie-Seite wurde die Benutzeroberfläche überarbeitet, mit klareren Tooltips und aussagekräftigeren Rückmeldungen. Messwerkzeuge zeigen die Ergebnisse nun direkt in der Szene an, was die Analyse unmittelbarer und intuitiver macht.
Abschließend enthält diese Version zahlreiche Stabilitätsverbesserungen und Bugfixes, die VR, Editor-Workflows und Simulationsfunktionen abdecken, um eine robustere Erfahrung in Produktionsumgebungen zu gewährleisten. (vollständige Liste hier: https://documentation.ls-group.fr/interact/changelog/#interact-20261)
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